Darmkrebs: Auch jetzt Vorsorgetermine wahrnehmen!

Weil sie in vielen Fällen tatsächlich Darmkrebs verhindern kann, ist die Darmspiegelung (Koloskopie) zurzeit die effektivste Vorsorgeuntersuchung, die die Medizin zu bieten hat. Dennoch wird das Angebot der gesetzlichen Krankenkassen nicht so oft in Anspruch genommen, wie es wünschenswert wäre. Die Bereitschaft, für so eine wichtige Untersuchung zum Arzt zu gehen, wird in Zeiten von Corona auf eine zusätzliche Probe gestellt. „Deshalb ist es uns wichtig, immer wieder auf die hohen Hygienestandards in unseren Praxen hinzuweisen“, erklärt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz. „Wir haben alle Maßnahmen ergriffen, die darüber hinaus erforderlich sind, um das Übertragungsrisiko so klein wie möglich zu halten.“

„Die Menschen zögern aus den unterschiedlichsten Gründen, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen“, stellt Dr. Hohn fest. „Mit unserem Video wollen wir die unbegründete Scheu vor der Untersuchung nehmen, indem wir die Abläufe detailliert und verständlich erklären. Wir haben dafür eine eingängige und ansprechende Form gesucht, die offenbar bei den Videobetrachtern ankommt.“
Das Video finden Interessierte auf der Webseite der Magen-Darm-Ärzte unter www.magen-darm-aerzte.de oder direkt auf dem YouTube Channel des bng unter https://www.youtube.com/watch?v=13TcVjD9TSo. Auf dem Webportal gibt die Sprecherin des Verbandes, Dr. Dagmar Mainz, darüber hinaus Antworten auf die häufigsten im Zusammenhang mit der Darmspiegelung gestellten Fragen.

INFORMATIONEN ZUM CORONA-VIRUS

Selbstverständlich schützen wir Sie und uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Falls Sie grippeähnliche Symptome verzeichnen oder Kontakt zu gesichert Infizierten hatten oder Rückkehrer aus Risikogebieten sind > melden sie sich telefonisch oder per email, wir werden dann mit Ihnen in Kontakt treten.

Begleitpersonen sollen NICHT mit in die Praxis kommen oder nur in begründeten Ausnahmefällen.

Wir begrenzen die Kontaktzeiten soweit möglich und halten Abstand. Die Praxis und die Aufenthaltsbereiche für unsere Patienten sind ausreichend großzügig bemessen.

Desinfektionsmittel stehen an jeder Stelle zur Verfügung.

Die wichtigsten Regeln:

– Hände gründlich waschen (mehrmals täglich mind. 20-30 Sekunden)
– Nicht ins Gesicht fassen
– Husten Sie in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge
– Abstand zu Personen halten (mind. 1 m)

Wenn Sie Ihre bereits geplante Untersuchung trotzdem absagen wollen, melden Sie sich bitte frühzeitig möglichst per Email unter der Emailadresse:

innere@mvz-innere.de

Informationen Sars – CoV – 2 Pandemie tagesaktuell und umfassend vom Robert- Koch- Institut:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

weitere Informationen im Podcast mit Prof. Drosten (Charite) von NDR Info:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Virologe-Drosten-im-NDR-Info-Podcast,podcastcoronavirus100.html

Willkürliche Abwertung: Breitseite gegen die Darmkrebsvorsorge


(16.12.2019) Nahezu zeitgleich mit der Aussetzung der Dokumentationspflicht für das Darmkrebs-Screening-Programm ist auf Drängen der gesetzlichen Krankenkassen die Vergütung für die Früherkennungskoloskopie um rund neun Prozent abgesenkt worden. „Diese besorgniserregende Entwicklung torpediert den erfolgreichen Kampf gegen den Darmkrebs in Deutschland“, erklärt Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

Es ist unbestritten, dass die Darmspiegelung eine effektive und sichere Methode ist, um durch die frühzeitige Abtragung von Polypen als potenziellen Tumorvorstufen Darmkrebs zu verhindern. Zugleich sichert die Untersuchung die Chance auf Heilbarkeit, wenn Darmkrebs rechtzeitig erkannt wird. „Der Erfolg der Methode wird vor allem durch die hohe Qualität der endoskopischen Leistungserbringung in den Praxen von niedergelassenen Magen-Darm-Ärzten gesichert“, betont Dr. Albert Beyer.

Die jetzt erfolgte betriebswirtschaftlich nicht begründbare, willkürliche Abwertung der Leistung der Vorsorgekoloskopie zeigt deutlich das geringe Interesse der gesetzlichen Krankenkassen, an einem solchen erfolgreichen Programm festzuhalten. „Die ‘Gesundheitskassen’”, so Dr. Beyer, „laden Menschen ein, eine Früherkennungsuntersuchung in Anspruch zu nehmen, verweigern aber zugleich die Finanzierung der geforderten Qualität. Statt Kostensteigerungen der vergangenen Jahre von 30 bis 40 Prozent auszugleichen, wird die Vergütung jetzt sogar noch um fast 10 Prozent reduziert!“

Den Bemühungen, Darmkrebs aus der Liste der Top-Todesursachen in Deutschland streichen zu können, wird mit der zusätzlichen Aussetzung der Dokumentation ein Bärendienst erwiesen. Denn nur die Datenanalyse belegt den Benefit für die Volksgesundheit zweifelsfrei. Dr. Beyer: „In Kombination mit der gleichzeitigen willkürlichen Absenkung der Leistungsvergütung wird gesundheitsbewussten Menschen in Deutschland nachhaltig ein schwerer Schaden zugefügt.”

Quelle im Internet:http://www.magen-darm-aerzte.de
Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

Vorsorgekoloskopie jetzt früher möglich

Vorsorge-Darmspiegelung:
Jetzt schon für Männer ab 50

9 Monate nach dem Beschluss der zuständigen Behörde, für gesetzlich Versicherte neue Regeln zur Krebsfrüherkennung einzuführen, können Männer ab dem 19.04.2019 schon mit 50 Jahren eine Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs in Anspruch nehmen. Damit wird endlich der Tatsache Rechnung getragen, dass das Erkrankungsrisiko bei Männern bereits ab 50 deutlich ansteigt. Bei Frauen bleibt die Altersgrenze für die Vorsorge-Darmspiegelung bei 55 Jahren.

Nach wie vor haben Frauen und Männer ab 50 Jahren einen Anspruch auf einen immunologischen Test auf Blut im Stuhl (iFOBT). Fällt dieser positiv aus, ist eine anschließende Darmspiegelung zur Abklärung einer möglichen Darmkrebserkrankung erforderlich bzw. zu empfehlen.

„Sehr froh sind wir darüber, dass im Juli endlich das lang erwartete und von allen Experten einhellig empfohlene Einladungsverfahren zum Darmkrebs-Screening umgesetzt werden soll“, erklärt Dr. Mainz. „Der Kampf gegen den Darmkrebs trägt nur dann Früchte, wenn die Menschen das Vorsorge-Angebot annehmen. Deshalb ist es wichtig, sie auf den Nutzen hinzuweisen. Denn die Vorsorge-Koloskopie ist eine der wenigen Maßnahmen, um Krebs tatsächlich effektiv zu verhindern!“

Noch sanftere Darmspiegelung mit CO2

Jetzt verfügbar in unserer Praxis
(derzeit aus organisatorischen Gründen noch nicht in allen Endoskopieräumen)

Besonders schonende Darmspiegelung mit CO2 (Kohlendioxid) anstatt RaumLuft.

CO2 besitzt den Vorzug einer circa 150-fach schnelleren Aufnahme (Resorption) aus dem Magen-Darm-Trakt als Raumluft. Dieser Effekt beginnt bereits während der Untersuchung und wird dann rasch und vollständig unbemerkt über die Lunge abgeatmet.

Dadurch werden Blähungen und Bauchschmerzen, wie sie bisher unter der Verwendung von Raumluft auftreten konnten nahezu vollständig verhindert.

Die CO2- Endoskopie ist in zahlreichen medizinischen Studien untersucht worden und hat sich als sicher und effektiv erwiesen. Sie ist hinsichtlich der Patientenzufriedenheit der Raumluft-Endoskopie überlegen.

Studie: Gezielte CO2-Insufflation versus Raumluft bei der Koloskopie – Handhabung in der Praxis – Patientenverträglichkeit; B Lünstedt, A Schröder

Wichtig: Bei Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung sowie einer schwereren Herzschwäche (COPD/ Herzinsuffizienz) darf CO2 nicht zur Anwendung kommen. Wir werden Sie diesbezüglich gerne individuell beraten und die Untersuchung wie bisher mit Raumluft durchführen.

Kosten:
Aktuell übernehmen WIR die anfallenden Mehrkosten, da die Spiegelung mit CO2 anstatt Raumluft KEINE Kassenleistung darstellt.

Bei Fragen sprechen Sie uns bitte direkt an.